Nr. 31: Schildkröte ohne Panzer

Dr. Uschi Eid, MdB, Deutschland, 2007

Ich habe, als ich das Holzstück sah, sofort eine Schildkröte gesehen. Das Tier strebt, entgegen seiner Natur, eine schmale Taille an und ist nicht so richtig glücklich über seinen Entschluss, sich in ein Korsett zu zwängen. Ich (Uschi Eid, geb. in Landau/Pfalz, Deutschland). bin Abgeordnete des Deutschen Bundestages, aus dem Wahlkreis Nürtingen in Ba-Wü. Ich bin Mitglied im Auswärtigen Ausschuss, stellvertretendes Mitglied im Kulturausschuss und Sprecherin für auswärtige Kulturpolitik meiner Fraktion von Bündnis 90/Grünen. Von 1998 bis2005 war ich parlamentarische Staatssekretärin im Ministrerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Nr. 32: Cosmos

Ryu Kadosako, Tokyo, Japan, 2007

Ryu Kadosako was born in Kyoto in 1948. He entered the National University of Fine Arts (Tokyo Geidai) in 1968. He is considered to be Japan's most outstanding engraver.

Nr. 33: Der Eukalyptusbaum

Ian Daw, Sean Hunter, Mervyn King and Irene Korkiewicz
Busselton, Australien, 2007

Die Activ Stiftung ist eine Behinderteneinrichtung mit 100 Niederlassungen in ganz Westaustralien. Das Angebot umfasst die Bereiche Wohnen, Leben, Arbeiten, Freizeit und Transport. Über 1000 Behinderte arbeiten in Werkstätten mit den verschiedensten Schwerkpunkten. Die vier Künstler, die den Eukalyptusbaum gestaltet haben sind Teilnehmer am Special Needs Art Project (SNAP), einem Kunstprojekt für behinderte Künstler das von Colin Holden und Marina Troisky betreut wird. Der für Australien typische Eukalyptusbaum wurde von den Behinderten gemeinsam gestaltet, das Herzstück nimmt die Urform des Kunststücks auf und wird  nach außen hin künstlerisch weiterentwickelt.

Nr. 34: Gunarhnesengyad and his wife

Ed E. Bryant, British Columbia/Deutschland, 2007

Ed E. Bryant, born in Lax Kw Alaams, a small native village on the Northwest Coast of British Columbia. Raised by his grandparents and inspired by the cultural knowledge of his grandfather, has had a lifetime of traditional values, that includes the history, mythology, medicine and language of his people, the Tsimshians. Since over 25 years, Edward Bryant is carving his at pieces, in traditional Tsimshian style, mostly out of red an yellow cedar, alder, birch, maple and yew wood. Since 1998, during his stay in Germany, the artist has exhibited his objechts in different museums (Lindenmuseum, Stuttgart...) with great successand compliments.

Nr. 35: Wildlife

Charles Sabuye, Tabora/Tanzania, 2007

Tabora hat ca. 120.000 Einwohner und ist weder eine Künstler- noch eine Touristenstadt. Doch Aufgrund der wahnsinnig großen Hilfsbereitschaft konnnte ein Künstler gefunden werden. Herrn Sabuye den Hintergrund zu der Aktion zu erklären war nicht ganz einfach, denn die gesamte Konversation fand in Kiswahili statt.

Nr. 36: Die 4 Elemente

Roland Hutzenlaub, Deutschland, 2007

Diese Bildserie widme ich meiner lieben Freundin Lara, sie hat mich maßgeblich dazu inspiriert - als mein 5. Element gewissermaßen. Ausgehend von der organischen Grundform habe ich die Elemente Feuer, Wasser, Luft, Erde gewählt und die Form nicht als solche abgebildet, sondern sie Teil dieser Elemente werden lassen. Mal offensichtlich, mal versteckt und mystisch erscheint dann ihr Abbild in diesen ursprünglichen Umgebungen. Viel Spaß beim Anschauen und Suchen.

Nr. 37: Ohne Titel

José Benegas, Asuncion, Paraguay, 2007

Der Künstler José Benegas ist 42 Jahre alt und lebt in Asuncion, der Hauptstadt von Paraguay. José ist geistig behindert und wohnt mit seiner Mutter zusammen. Er arbeitet halbtags in der Bäckerei seiner Schwester und ist ein sehr lebensfroher und geselliger Mensch. Er war sehr stolz, als er das Kunststück bearbeitete und somit an der Ausstellung als Künstler teilnehmen kann. Einen Titel wollte er seinem Werk nicht geben. Für die Vorderseite hat er typisch paraguayische Stickereien ausgewählt. Auf die Rückseite hat er Kräuter geklebt, die in Paraguay für das Nationalgetränk "Terere", das mit kaltem Wasser getrunken wird, benötigt werden. Das löscht den Durst und fördert die Gemeinschaft, da man in der Regel mit anderen aus einem speziellen Behältnis trinkt (das im Kreis herumgegeben wird). Er hat sich für diese Kräuter entschieden, weil sie typisch für Paraguay sind, aber auch weil José ein leidenschaftlicher Terere Trinker ist und damit viel Persönliches verbindet.

Nr. 38: Out of Sight

Adam Janalis, Afghanistan, Australien, 2007

Adam Janali is a Hazara refugee from Afghanistan. In 2001 Adam was forced to flee his country in search of refuge from the persecution, he and many others from the Hazara ethnic group endured under the Taliban. With the aid of a people smuggler and a leaky boat Adam arrived on Australian shores. He spent over three years behind bars in immigration detention centres before being recognised as a refugee and released into the Australian community in 2004. Whilst in detention he taught himself how to paint and draw. Art served as the language with which Adam was able to communicate his plight to the outside community. since his release Adam has held a number of successful solo exhibitions of his art work.

Nr. 39: Therapeutischer Wolken-Zyklus

Andreas Sonat, Deutschland, 2007

Im therapeutischen Zyklus wird ein Thema über mehrere Bilder hinweg bearbeitet. Hierbei ist wichtig, dass die Entwicklung von Bild zu Bild spürbar ist. Häufig aufgegriffene Themen sind: Wolken, Tag und Nacht, Jahreslauf und freie Farbgestaltungen. Die Bilder werden in der Aquarell-Naß-in-Naß-Technik (Malen auf nassem Papier) gestaltet. Wichtig ist es, innerhalb einer Therapiesitzung alle Bilder der Reihe nach druchzumalen. So wirkt die Veränderung von Bild zu Bild, die Bewegung im Zyklus als Ganzes auf das Seelenleben des Malers. In der nächsten Therapiesitung werden wieder alle Bilder in der gleichen Reihenfolge überarbeitet, das heußt, sie werden wieder vorsichtig in Wasser eingeweicht und feucht etwa 3-5 Minuten mit Aquarellfarbe weiter bemalt. Dieser Prozess wir 5-15 mal wiederholt. Das innere Erlebnis des Zusammenballens der Wolken, deren nachfolgender Auflösung und des Übergangs in schönes Wetter kann sich sehr positiv bei Konfliktängsten auswirken.

Nr. 40: Einflüsse des Lebens

Anje Robertino Ferrero Martez, Madeira/Venezuela, 2007

Frau Martez ist 23 Jahre alt, in Venezuela geboren und lebt in Canhas, Madeira. Sie hat in Madeira Kunst (plasticas) studiert und hier arbeitet sie auch als Künstlerin. Das Bild soll durch die Position des Holzstückes vermitteln, wie äussere Sinneseindrücke - aufgenommen vor allem durch das Auge - den Menschen beeinflussen.

 
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